Aktien, der richtige Strategieansatz

Aktien, der richtige Strategieansatz

In diesem Beitrag meiner Serie „Finanzen verstehen, richtig entscheiden“ setze ich mich mit unterschiedlichen Aktienstrategien für Sie auseinander. Sie erfahren in diesem Kontext mehr über relevante Variablen und Kriterien und wissen am Ende, warum es mehr als hilfreich ist, Ihr Aktieninvestment einer/einem strategischen Vermögensberaterin/Vermögensberater anzuvertrauen.

Strategisch ansetzen
Zwei völlig unterschiedliche Strategieansätze zum Einstieg: Es gibt Investmentfonds oder auch ETFs, die sich auf die Value-Werte konzentrieren. Das heißt, sie haben die alt eingesessenen, großen Unternehmen – so genannte Blue Chips – im Blick. Und es gibt jene, die auf die so genannten Small- und Mid-Caps ausgelegt sind, also eher kleinere Unternehmen, bei denen Wachstum zu erwarten ist; Growth-Werte. Nun kommt es in Rankings, die meist von der Rendite ausgehen, durchaus vor, dass ein Fonds aus den DAX 30 verglichen wird mit einem Fonds, der nur in den Small-Caps in Deutschland unterwegs ist. Das ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen, und hier ist entsprechend Obacht geboten. Das gilt ebenso dafür, wenn viele Anleger/-innen in gut laufende Fonds oder Marktsegmente investieren. Das fördert zyklisches Handeln. Investieren Sie also mit in diesen Strategieansatz, der in der Vergangenheit gut gelaufen ist, steigert das die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieser Ansatz der Verlierer der Zukunft sein wird. Umgekehrt, wählen Sie einen Strategieansatz, der in der Vergangenheit der Verlierer war, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dieser vielleicht der nächste Gewinner ist. Grundsätzlich hat jeder Strategieansatz seine Berechtigung, denn für jeden gibt es eine gute oder eben eine schlechte Marktphase. Letztlich gibt es nur drei Variablen am Kapitalmarkt: Assetklasse, Rendite und Schwankung. Und jedes Portfolio ist nur nach einer dieser drei Variablen zu managen. Haben Sie also ein Portfolio, mit dem Sie die Schwankungen managen, sind die Assetklassen und die Rendite variabel, sie passieren demnach eher zufällig. Wenn Sie die Assetklasse managen, sich zum Beispiel auf eine bestimmte Aktiengruppe konzentrieren, orientieren Sie sich in der Regel an der selbstgewählten Benchmark, Rendite und Schwankungen sind dabei nicht wirklich zu beeinflussen. Und verfolgen Sie eine gewisse Zielrendite, legen Sie sich weder in der Assetklasse noch den Schwankungen fest. Wenn Sie sich für einen der drei Managementansätze entschieden haben, können Sie noch unterscheiden, wie stark Sie an Ihrer Benchmark festhalten. Halten Sie sich eng an die Benchmark, haben Sie vermutlich die höhere Renditeerwartung. Sie müssen in dem Fall aber auch mit stärkerer Schwankung rechnen, als wenn Sie eher großzügig um Ihre Benchmark herum anlegen, was Sie allerdings auf Dauer Rendite kosten wird.

Achtfach ansetzen lassen
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Börse nicht prognostizierbar ist, weil psychologische Faktoren hier kurzfristig immer den Ausschlag geben. Daher empfehle ich Ihnen als konservative/-n, sicherheitsorientierte/-n Anlegerin/Anleger, mindestens acht verschiedene Strategieansätze – Branchen, Regionen, Länder, große wie auch kleine Unternehmen, Re-Allokation oder Laufenlassen, Industrie- oder Schwellenländer, etc. – ins eigene breit aufgestellte und weltweit gestreute Portfolio aufzunehmen. Zudem rate ich dazu, dies in professionelle Hände zu geben. Denn als private/-r Anlegerin/Anleger werden Sie Ihren Strategieansatz, welchen auch immer, nicht durchhalten. Ein/-e Geldanlagemanager/- in hingegen, der/die den Auftrag für einen bestimmten Strategieansatz hat, zieht diesen durch, und das macht Sie als Privatanleger/-in auf lange Sicht erfolgreicher. Wenn Sie dabei gerne mitmanagen möchten, dann besetzen Sie einen der acht empfohlenen Strategieansätze und überlassen das Management der übrigen sieben einem professionellen Management. Und hier betone ich jetzt den Unterschied zwischen einem/einer operativen Manager/-in und einem/einer strategischen Vermögensberater/-in: Als strategische Vermögensberaterin frage ich Sie nach Ihren Zielen, Ihren Zeithorizonten und nach Ihrem Schwankungsbereich/Ihrer Risikotoleranz. Daraus entsteht dann ein breit gestreutesKonzept über diverse Strategieansätze hinweg, antizyklisch und rational. Dabei stehen Sie als Kunde/Kundin für mich im Mittelpunkt aller Überlegungen. Der/die operative Manager/-in im Gegensatz dazu stellt den Markt in den Mittelpunkt. Hin und wieder kommen Kundinnen/Kunden zu mir, die sagen: „Ich gebe Ihnen mal 200000 Euro, mal gucken, was Sie daraus machen.“ Sie glauben, ich sei operative Managerin. Das ist nicht mein Job. Ich bin strategische Vermögensberaterin. Daher will ich auch über individuelle Ziele sprechen, um ein gutes, eben persönlich passendes Geldanlage-Konzept anbieten zu können.

Im folgenden Beitrag bleiben wir thematisch in der Aktienwelt. Und ich werde Ihnen im Zuge dessen unter anderem den Unterschied zwischen echten und unechten Assetklassen aufzeigen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine wunderbare Zeit und verbleibe mit herzlichen Grüßen bis zum nächsten Mal.Ihre UGT

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