ETFs

ETFs …

… kommen mehr und mehr in Mode. Deswegen stellt dieser Beitrag aus meiner Serie „Finanzen verstehen, richtig entscheiden“ Ihnen diese Sonderform von Aktienfonds genau vor. Gemeinsam gehen wir zudem der Frage nach, ob ETFs wirklich das Wundermittel für Privatanleger/-innen sind.

Exchange-Traded Fund
Um die Antwort, die Sie bereits erahnen, vorweg zu nehmen: Nein, Wundermittel gibt es nicht; weder in der Finanzwelt noch andernorts. Dennoch sind die Aktienfonds, die ohne Fondsmanagement auskommen und daher nur passiv anlegen – indem sie Indizes nachbilden – in der Vermögensplanung eine Betrachtung wert. Hauptkriterien für ETFs sind immer die Transparenz, die gemeinhin geben scheint, und vor allem die deutlich günstigeren Kosten im Vergleich zu gemanagten Investmentfonds. Die begrenzte Prognosegenauigkeit eines gemanagten Fonds (Verweis Episode 38) und das eingesparte Management eines ETFs lassen letztere als perfekte Lösung für den/die Privatinvestor/-in erscheinen. Diese Betrachtung greift mir allerdings als strategische Finanzberaterin zu kurz. Denn auch im Fall von ETFs müssen sich Anleger/-innen die Auswahl gut überlegen. Also, wenn nun ein ETF einen Index nachbildet, stellt sich damit als erstes die Frage, welchen Index von den tausend weltweit angebotenen – und zum Teil willkürlich zusammengesetzten – Indizes Sie als Privatanleger/-in wählen möchten. Die Verbraucherzentrale rät hier zu den großen und gängigen Indizes zu greifen. Zudem brauchen Sie für eine persönliche und individuelle Anlage das bei ETFs eingesparte Fondsmanagement, wenn es Ihnen wichtig ist, dass die eigene Geldanlage auch zu Ihren Werten und Wünschen passt. Zum Beispiel investiere ich persönlich nur in nachhaltige Fonds. Es gibt allerdings nur sehr wenige nachhaltige Indizes, deren Kriterien überdies weit gefasst sind und die niemand kontrolliert. Auch kann Sie ein Fondsmanagement davor schützen, sich versehentlich auf risikoreiche ETF-Variationen einzulassen, denn bei ETFs gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Konstruktionen: Das eine nennt sich „volle Replikation“ und bedeutet, dass der ETF ein echter Aktienfonds ist, der reale Aktien genau in der Zusammensetzung und Gewichtung des nachgebildeten Indexes kauft. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Im Gegensatz zur so genannten „synthetischen Replikation“, die irgendwelche Aktien mit vielleicht nur ein paar von den im Index vorgesehenen kauft und dann meist mit der konzerneigenen Hausbank einen Swap abschließt. Also vereinbart, dass die Bank Abweichungen vom tatsächlichen Index ausgleicht. Nun, das ist im weitesten Sinne ein Zertifikat und immer, wenn man ein Zertifikat kauft, investiert man nicht in die Weltwirtschaft, sondern schließt mit der Bank eine Wette ab. Und von derlei riskanten Spielarten gibt es noch einige andere. Es empfiehlt sich also, sehr genau hinzusehen und mit Bedacht zu wählen.

Meine Herangehensweise
Und da stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. In der Anlageberatung ist es mein Ziel, herauszufinden, was Ihnen wirklich wichtig ist: Gewinnmaximierung, Kostenminimierung und/oder beispielsweise ein ethischer Ansatz. Das setze ich dann Ihren Werten und persönlichen Zielen entsprechend für Sie um. Und im Gesamtportfolio können dann auch mal ETFs neben breit gestreuten, weltweiten Aktienfonds anzutreffen sein, wenn andere Kriterien in dem konkreten Bezug keine Rolle spielen.
Noch Fragen? Melden Sie sich bei mir, ich berate Sie gern. Und bleiben Sie dran, gesund und dabei. Ich freue mich auf Sie.

Ihre UGT

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