Money-Mindset und T. Harv Ekers 6-Konten-Modell

Money-Mindset und
T. Harv Ekers 6-Konten-Modell

 

In diesem Beitrag meiner Serie „Finanzen verstehen, richtig entscheiden“ geht es darum, wie ein bewusstes Kontenmodell unser Denken über Geld beeinflussen kann.

Kontenmodelle
Mein bevorzugter Weg, Entscheidungen zu treffen, ist eher rational und genauso berate ich auch. Dennoch bin ich mir bewusst darüber, dass Menschen zwar eine sehr ausgeprägte Ratio haben, aber Gefühle ebenso Gedanken und Verhalten beeinflussen und darüber Entscheidungen mitsteuern. In dem Programm von Laura Malina Seiler „rise up and shine“, das ich im Januar online durchlaufen habe, ging es unter anderem auch um das Money- Mindset, also das finanzielle Denk- und Verhaltensmuster einer Person. Sie stellte dort das 6-Konten-Modell von Thomas Harv Eker in einer etwas modifizierten Form vor. Eker ist ein amerikanischer Trainer und Speaker, der für seine Theorien zu Wohlstand und Motivation bekannt ist. Sein Kontenmodell möchte ich Ihnen kurz vorstellen, denn es erinnerte mich sofort an die goldene Finanzregel (Episode 12). Eker verteilt das Geld, indem auch er Budgets im Vorfeld festlegt, auf folgende Positionen: 55 Prozent für Notwendiges wie Wohnen, Essen, Strom und Rechnungen. Zehn Prozent für Langfristiges wie große Anschaffungen, Notgroschen, Urlaub. Zehn Prozent für Spaßiges. Wiederum zehn Prozent für (Weiter-)Bildung aller Art und weitere zehn Prozent investiert er in finanzielle Freiheit (Aktienfonds, Immobilien oder alternative Investments). Die restlichen fünf Prozent rät er, für einen guten Zweck zu spenden; Laura Malina Seiler erhöht diese Position sogar noch auf zehn Prozent. Ich erinnere noch mal an die goldene Finanzregel, die empfiehlt, maximal 30 Prozent des eigenen Einkommens für das Wohnen auszugeben, 30 Prozent für den Konsum und jeweils zehn Prozent für den Notgroschen, die Ziele und Wünsche, die Absicherung und die Altersvorsorge. Nun die Schnittmengen der Modelle sind ziemlich groß, die Aufteilung ist ein wenig anders. Was mir in Ekers Konten-Modell und auch in Seilers modifizierter Variante absolut fehlt, ist das Thema „Absicherung“. Das liegt vermutlich daran, dass wir Deutschen in der Regel anders denken als Amerikaner. Und wir kennen eben Beiträge für existenziell notwendige Versicherungen. Nun all diese Kontenmodelle sind natürlich nur Richtwerte mit der dahinterliegenden Idee, sich bewusst mit seinem Geld auseinanderzusetzen und es vorher zu budgetieren, um es dann hinterher gezielt auszugeben. Um das Geld zu budgetieren und die Budgets auch technisch auf Dauer nachvollziehen zu können, habe ich Ihnen das strategische Mehrkontenmodell (Episode 3) vorgestellt. Noch mal zur Abgrenzung: Hier geht es um eine Grundorientierung, wie man Budgets aufteilen könnte. Das strategische Mehrkontenmodell ist die technische Umsetzung, keine Budgetierung. Es geht nur darum, wie viele und welche Konten auf Dauer Übersichtlichkeit gewährleisten. Und damit sind wir wieder bei meiner Philosophie und meinem Beratungsansatz: Mein Ziel ist es, mit Ihnen ein individuelles Kontenmodell zu entwickeln, das heißt, ich helfe meinen Kundinnen/Kunden dabei, genau diese einzelnen Budgets für sich zu definieren, festzulegen und das Geplante auch umzusetzen.

Mindsets
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Art, wie wir über Geld denken, auch dafür sorgt, wie wir mit Geld umgehen. Platt formuliert: Wenn es tief in Ihnen denkt, dass Geld etwas Schlechtes sei, können Sie beruflich noch so erfolgreich sein, Sie werden immer – bewusst oder unbewusst – zusehen, Ihr Vermögen zügig wieder loszuwerden. Es macht also Sinn, sich mit seinen finanziellen Glaubensätzen auseinanderzusetzen, wobei diese Kontenmodelle einfach ein hilfreiches Instrument sind, um Bewusstsein zu schaffen.

Also, fragen Sie sich, woran Sie glauben. Ich jedenfalls glaube an Sie, wünsche Ihnen eine wunderbare Woche und verbleibe mit herzlichen Grüßen bis zum nächsten Mal.

Ihre UGT

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